Waldwichtel Natzental e.V.

Willkommen auf den Internetseiten des Waldkindergartens Waldwichtel Natzental e.V.

Wir sind ein städtischer Kindergarten nach § 1 des Kindergartengesetzes Baden-Württemberg mit privater Trägerschaft, dem Verein „Waldwichtel Natzental e.V.“. Mitglieder des Vereins sind alle Eltern, deren Kind den Waldkindergarten besucht, sowie andere Interessierte, die den Verein unterstützen möchten.

Die Schutzhütte der Schwenninger Waldwichtel befindet sich am Stadtrand von Schwenningen im Natzental, unweit des Wildschwein- und Hirschgeheges.
Hier werden 23 Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt betreut. Bei Bedarf bieten wir auch einen Integrationsplatz an.

Die Betreuungszeiten (Mo-Fr, 7.30-13.30 Uhr) und somit auch der Kindergartenbeitrag richten sich nach dem der städtischen verlängerten Vormittagsgruppe.

Um mehr Informationen und einen Einblick in den Alltag der Waldwichtel zu erhalten, durchstöbern Sie einfach unsere Internetseiten!
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an Frau Karin Nowozin-Efinger unter 0175/4670791 oder an erzieher@waldwichtel-vs.de bzw. vorstand@waldwichtel-vs.de.

Zu Besuch bei den Waldwichteln

Im Wald aus der Sicht der Waldwichtel

Wann kommst du in den Kindergarten?
  • So halb neun rum
  • Um halb acht, ich bin immer der/die Erste
Wer bringt dich in den Kindergarten?
  • Mama, Papa oder die Oma, Opa
Was macht ihr, wenn du in den Kindergarten kommst?
  • Wenn wir ganz früh sind, dann drinnen malen oder spielen
  • Spielen, Guten Morgen sagen, Rucksack aufhängen
Was ist denn im Rucksack drin?
  • Vesperdose mit Brot, Wurst, Käse, Gurke, Karotte
  • Flasche mit Wasser oder Apfelsaft oder Tee
Wenn alle Kinder da sind, was macht ihr dann?
  • Morgenkreis, Lied singen und schauen wer noch fehlt
Und wo geht ihr dann hin?
  • Zu den Wildschweinen und den Hirschen
  • In den Zauberwald, Schneckenwald, Laternenwald oder in den Osterwald
Was macht ihr dann dort?
  • Spielen, manchmal vespern und manchmal mit Seilen spielen
Und wie geht es dann weiter, wenn ihr wieder in die Hütte kommt?
  • Pippi machen, Händewaschen und dann vespern
 Wann werdet ihr abgeholt?
  • So um halb eins
  • Um halb zwei
Gibt es im Kindergarten auch besondere Tage?
  • Schlittenfahren
  • Dr. Henne Witzbold Zahnarzt
  • Grillen mit Stockbrot und Würstchen
  • Wurzelpurzel
  • Gärtnerei
  • Tippi-Zelt aufstellen
  • Hütte bauen
  • In der Hütte übernachten mit meinem Kuscheltier
Was gefällt euch am besten?
  • Draußen spielen
  • Spielen mit Seilen, Erde, Hackschnitzel und Stöcken
  • Singen ist auch schön
Was gefällt euch gar nicht?
  • Morgenkreis, singen und streiten ist auch richtig blöd
Was macht ihr denn bei schlechtem Wetter?
  • Gummistiefel anziehen, Kapuze aufsetzen und weiter spielen
Friert ihr im Winter?
  • Nein, wir ziehen uns doch warm an
Wo geht ihr denn auf die Toilette?
  • Im Pippiwald, da gibt es zwei  Stellen eine für Mädchen und eine für Jungs
  • Und Kacka machen wir im Kackawald, da nehmen wir  den Klostuhl und die Karin mit und vergraben dann das Kacka
Gibt es im Kindergarten auch gefährliche Sachen?
  • Ja, die Brennesseln und wenn ein Hirsch ausbricht
  • Wer beim Essen Blödsinn macht, muss in die Garderobe
  • Dann gibt es noch Gewitter und Sturm und viel Schnee, aber dann gehen wir in den Raum bei der Kirche

Galerie

Fröhliche Waldwichtel an den Fastnachtstagen:


 

Ein paar bunt gemischte Eindrücke der letzten Jahre gibt es in dieser Fotogalerie:

Warum Waldkindergarten?

Die Gründung von Natur- und Waldkindergärten ist eine Reaktion auf die veränderten Lebenssituationen unserer Kinder

Natur- und Waldkindergärten gelten als die innovativsten Bildungseinrichtungen im Vorschulalter. Natur- und Waldkindergärten sind ein ökologisches und ökonomisches Thema der Gegenwart und Zukunft. Die Persönlichkeit eines Menschen erhält ihr Fundament in der Kindheit. Natur- und Waldkindergärten stärken und stabilisieren in besonderer Weise die kindliche Entwicklung. Durch den ständigen Aufenthalt in der Natur erleben und erfahren die Kinder die wechselseitige Abhängigkeit von ihr. Sie erfahren sich als Teil vom Ganzen. Noch als Erwachsene werden diese Kinder durch die Erfahrungen, die sie mit der Natur gemacht haben, geprägt sein. Sie werden diese lieben, achten und schützen. Die Natur ist der ideale Bewegungsraum für die Kinder. Wald- und Naturkindergärten fördern in selbstverständlicher Weise die Bewegung und die körperlichen Aktivitäten der Kinder.

Die primäre pädagogische Kraft ist die Natur selbst. Durch unbegrenzten Raum, Stille und Zeit, der äußerer Rahmen werden Kinder in der Entwicklung ihrer emotionalen Stabilität, ihrer Konzentrationsfähigkeit und Ausgeglichenheit angemessen unterstützt. Im direkten, kontinuierlichen Kontakt zur Natur üben Kinder Umsichtigkeit und Rücksicht mit ihr, es werden Gefühle von Vertrautheit in bezug auf Pflanzen, Tiere, Erde und Wasser entwickelt, um sich letztendlich in der Natur ,,zu Hause” zu fühlen. Die Kinder sollen durch die Möglichkeit vielfältige eigene Erfahrungen zu machen, Vertrauen und Mut in die eigenen Fähigkeiten entwickeln, aber auch ihre persönlichen Grenzen erleben.

Die Natur bietet reichhaltige Möglichkeiten an Spielmaterialien und Spielzeug. Die Kinder konsumieren nicht, sondern haben die Möglichkeit selber kreativ zu sein und sich ständig auf neue Situationen einzustellen und dafür Lösungen zu finden. Dies fördert das soziale Lernen in der Gruppe. Auch Kinder mit motorischen Auffälligkeiten haben durch unzählige Gelegenheiten im Wald die Möglichkeit, ihre Defizite auszugleichen bzw. ,,aufzuholen”. Durch allerlei Erfahrungsmöglichkeiten bei Wind und Wetter werden Kinder einen wachsamen und fürsorglichen Umgang mit sich, der Gruppe und ihrer Umwelt erlernen. Kinder haben die Chance, gegenüber grundlegenden, sich permanent wandelnden Lebensprozessen aufmerksam zu werden und die Vielfalt der Natur im Jahreszyklus zu erleben.

Monika Hepp-Hoppenthaler, Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten in Deutschland e.V., www.bvnw.de